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[Bericht] Wie es mit dem VfK nach dem Abstieg weiter geht

Iserlohn. Die VfK-Fußballer nach dem Abstieg aus der Bezirksliga. Kein großer Umbruch.

Natürlich hatte man die Hoffnung nicht aufgegeben, so lange noch eine theoretische Chance bestand. Aber gänzlich unerwartet hat die Verantwortlichen der Fußballer des VfK Iserlohn der Abstieg aus der Bezirksliga dann doch nicht getroffen. „Wir waren darauf vorbereitet, denn der Klassenerhalt hing ja schon lange am seidenen Faden„, sagte Trainer Günter Hassenpflug, nachdem mit der 0:2-Heimpleite gegen den mitbedrohten SV Langschede der Gang in die Kreisliga A perfekt war.

Ich bin in den zwölf Jahren meiner Laufbahn noch nie abgestiegen„, schmerzt den Coach der Abstieg. Und er möchte diesen sportlichen Misserfolg korrigieren und wird den VfK nach aktuellem Stand auch in der A-Liga trainieren. „Denn auch ich habe den Karren in den Dreck gefahren und will mich der Verantwortung nicht entziehen. Der Verein liegt mir am Herzen„, sagt er mit Blick auf seine persönliche Vita. „Ich bin VfKler.“ Dass Hassenpflug bleibt, steht für Abteilungschef Martin Herr fest.

Ich bin VfKler

Hassenpflug soll den Neuaufbau gestalten

Das war aber schon im Vorfeld klar, mit ihm soll der Neustart gelingen„. Das Projekt für die nun folgende Phase nennt Herr „am Aufstieg feilen„. Denn die Verantwortlichen wollen sich das direkte Bezirksliga-Comeback auf die Fahnen schreiben. „Wir möchten nicht durchgereicht werden„,warnt der Vorsitzende, und das sieht Hassenpflug genauso. „Wir wollen nicht ins Bodenlose fallen„, verweist er auf Negativbeispiel der SG Grüne, für die er selbst lange aktiv war. „Der VfK ist ein toller Verein„, nennt der Trainer seine Motivation, macht aber auch deutlich, dass alle an einem Strang ziehen müssen und er einige Anforderungen hat, um die Mission Wiederaufstieg anzugehen. „Dann müssen wir den Spielern auch eine Perspektive bieten„, erwartet er Unterstützung für sein Konzept.

Der VfK ist ein toller Verein

Das sieht vor, dass sich die Spieler wieder viel stärker mit dem Verein identifizieren, dass es wieder ein Vereinsleben gibt und der Spaß am Fußball wieder einkehrt, was sich auch über möglichst viele Siege in der A-Liga einstellen soll. Und er möchte junge Spieler, auch aus dem eigenen Verein, integrieren. Außerdem hofft Hassenpflug, Unterstützung durch einen sportlichen Leiter zu bekommen, einen Job, den er zurzeit neben seiner Trainertätigkeit sowie weiteren Arbeiten an diversen „Baustellen“ ausübt. Auf Dauer sei diese Vielfachbelastung allerdings nicht zu leisten. „Wir suchen jemanden„, unterstützt Martin Herr den Coach, kann aber eine zeitnahe Verpflichtung keinesfalls versprechen. „Günter ist sehr engagiert und weiß, was Sache ist“, untermauert er sein Vertrauen in den Übungsleiter. Unterstützt werde Hassenpflug weiterhin von den Co-Trainern Markus Löffler und Dagobert Scheunemann, so Herr.

Wir suchen jemanden

Einen gravierenden personellen Umbruch im Team wird es nicht geben, sind sich Coach und Vorstand einig. „Den gab es ja schon in der Winterpause„, verweist Hassenpflug darauf, dass in jener Phase viele Spieler gegangen sind, teils aus privaten Gründen, aber auch, weil sich der VfK aus internen Gründen von ihnen trennen wollte. Das sei natürlich zu Lasten der sportlichen Qualität gegangen. „Ein Leistungseinbruch„, so Herr, „aber ein kalkuliertes Risiko.“ Denn die Entscheidungen seien für die neue Ausrichtung des Klubs unabdingbar gewesen, ergänzt Hassenpflug, ohne näher ins Detail gehen zu wollen. Als erster Abgang steht allerdings aus beruflichen Gründen Eigengewächs Marcel Münzberger fest.

Mit einem 18er-Kader plant Hassenpflug, der hofft, dass sieben, acht Spieler bleiben und junge Akteure herangeführt werden. Kontakte bestehen bereits. „Es muss einen gesunden Konkurrenzkampf geben„, so die Überlegungen des Coaches. Aber es sei nicht einfach, talentierte Jugendliche für die A-Liga zu begeistern, macht Martin Herr eine Problematik deutlich. „Und ein direkter Wiederaufstieg wird auch nicht einfach.

Quelle: IserlohnerKreisAnzeiger