Einzelbeitrag

Bilanz: VfK gewinnt Selbstvertrauen

Fussball Iserlohn. Die Mannschaft von Trainer Günter Hassenpflug gewinnt zunehmend an Selbstvertrauen.

Die ersten beiden (Heim-)Testspiele sind absolviert. Doch welchen Eindruck konnte die Erste des VfK nun hinterlassen? Kann sie oben in der Liga mithalten? Chefcoach Günter Hassenpflug gibt klare Antworten.

Erster Test : „Sand im Gebtriebe“

Es war quasi schon angekündigt. Dass Hassenpflug seine Mannschaft sehr gut kennt zeigt auch seine Einschätzung im Vorfeld des ersten Testspiels. Wie wir vorab berichteten, sprach der Trainer bereits Tage zuvor vom mittlerweile eingebürgertem „Sand im Getriebe“. Und tatsächlich kam es so.

Im ersten Spiel gegen die U19 von Borussia Dröschede war noch sehr viel Sand im Getriebe, aber auch schon einige gute Ansätze waren erkennbar,

so der Chefcoach vom Seilersee. Doch trotz der neunten (!) Niederlage in Folge (Hallenspiele berücksichtigt) scheint der Routinier keineswegs panisch. Verständnisvoll und sachlich erklärt er: „Wir haben noch zu kompliziert gespielt und nach den Laufeinheiten waren wir auch nicht ganz so lauffreudig wie ich mir das gewünscht hätte.“.

 Aber das ist auch nachvollziehbar!

Denn die technisch gut spielenden U 19 Kicker von Borussia Dröschede verlegten ihr Spiel aufs Kontern und der VfK Iserlohn musste sich immer wieder Lücken in der viel beinigen Defensive suchen. Das 0-1 für die Borussia in der 35ten Minute stellte von den Spielanteilen her den Verlauf des Spiels auf den Kopf. Mit diesem Rückstand ging man dann auch in die Halbzeitpause.

Ausgleich in Hälfte 2?

Die zweite Hälfte verlief wie der erste Durchgang, die Kicker vom Seilersee machten weiter das Spiel und wurden dann endlich in der 64ten Minute durch das 1-1 von Christo Mpampalitsas belohnt. Die klasse Vorarbeit dazu leistete Aykut Üstün.

Doch die Freude währte nicht lange. Lediglich 3 Minuten später musste man wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Abstimmungsprobleme der VfKler brachten den Borussen die Torchance. Jetzt waren 66 Minuten abgelaufen. Auch der geniale Ausgleich von Dominik Schäfer in der 70.Minute zum 2-2 brachte nicht die erhoffte Belohnung.

Dröschede spielte noch zwei Blitzsaubere Konter 78./82. Minute und gewann mit 2-4.

„Ich bleibe bei meiner Aussage: das Spiel war schon sehr laufintensiv (da haben meine Jungs nicht immer alles abgerufen) und wir hatten schon gute Ansätze und Abläufe in unserem Spiel.“, stellte Hassenpflug fest.

Fazit: „Für das erste Spiel war die Leistung ganz in Ordnung, wobei wir in diesem Spiel zu kompliziert agiert haben und noch zu weit weg von unseren Gegenspielern waren. Dadurch mussten wir etliche Meter umsonst laufen.“. Das dringend benötigte Selbstvertrauen konnte noch nicht wirklich gewonnen werden.

Zweiter Test: Landesliga! 

Viel Laufarbeit und taktisch schon um zwei Klassen besser als am Sonntag zuvor. Der SC Hennen hatte natürlich mehr Ballbesitz, aber die Kicker vom Seilersee haben geschickt und clever die Räume zu gemacht und selber ein gutes Spiel aufgezogen.

Das war schon eine gute Leistung die meine Jungs gegen den Landesligisten abgerufen haben. Und das hat nichts mit dem Ergebnis zu tun sondern mit dem wie wir als Mannschaft aufgetreten sind.

Die klarste Möglichkeit in der 1.Halbzeit war auf Seiten des VfK Iserlohn: nach einer Ecke kam Beyhan Özdemir ungehindert zum Kopfball, dieser verfehlte sein Ziel nur denkbar knapp. Im Gegenzug nach einem “individuellem“ Fehler kam Hennen zur Führung zum 0 -1 in der 40.Minute.

„Wir wollten weiterhin ein für uns akzeptables Ergebnis erzielen und weiterhin mit hohem Laufaufwand dagegen halten, das war das, was wir uns für die zweite Halbzeit vorgenommen haben.“, fasst Günter Hassenpflug zusammen.

Landesligist eine Nummer zu groß? Nein!

Zunächst erhöhte jedoch der SC Hennen in der 53.Minute auf 0-2 und das Spiel schien schon entschieden. Doch die Spieler vom VfK haben konzentriert und diszipliniert weiter agiert undden unbedingten Siegeswillen gezeigt. „Das hat mir an meinen Jungs sehr gut gefallen – nicht den Kopf nach unten genommen und wir haben weiter unser Spiel durchgezogen.“, lobte der Chefcoach.

In der 59.Minute konnte Kapitän Beyhan Özdemir auf 1-2 verkürzen und in Spielminute 81. traf Christo Mpampalitsas zum 2-2 . Zu diesem Zeitpunkt war ich nicht nur über das Ergebnis erfreut sondern über die Art und Weise wie wir agiert haben.

Der „krönende“ Abschluss war Dominik Schäfer vorbehalten, der aus sechzehn Metern den Ball in der 87.Spielminute in die Maschen hauen konnte!

Fazit: „In diesem zweiten Test kann und muss ich allen Akteuren ein Kompliment aussprechen, da hat sich jeder einzelne für die Mannschaft rein gehauen wie man so schön sagt. Alle Mannschaftsteile haben ein gutes Spiel abgeliefert!!“, konstatiert der Cheftrainer vom Seilersee.

Nächster Gegner: Rot-Weiß Lüdenscheid – mit Selbstvertrauen zum Sieg

Nachdem die Kreisligisten den Landesligisten in einem fulminanten Spiel schlagen konnten, werden die Iserlohner sicherlich mit breiter Brust und großen Selbstvertrauen antreten. Ob sie tatsächlich schon in Meisterschaftsform sind, dürfen sie erneut vor heimischem Publikum beweisen. Fakt ist: Das wird keine leichte Aufgabe am morgigen Donnerstag um 19:30 Uhr am Seilersee.