Einzelbeitrag

Derby Time: VfK Iserlohn vs. VTS

Fußball Iserlohn. Kreisliga A. Derby Time. Der VfK Iserlohn gastierte beim VTS. Endstand 1:1(1:0)

Es war das Derby über welches bereits lange vorab gesprochen und mit großer Spannung erwartet wurde. Die Vergangenheit ließ mutmaßen, dass ein Fußballfest mit vielen Toren zu erwarten war. In 18 Duellen fielen insgesamt 72 Tore. Das bessere Torverhältnis hat hierbei der VfK Iserlohn (40:32). Auch in Punkto Siege (11:6) schien die Favoritenrolle den VfK’lern vorbestimmt zu sein.

Müdes Derby

Von einem hart umkämpften Derbyfight war leider weit und breit nichts zu sehen. Der Cheftrainer der Kicker vom Seilersee Günter Hassenpflug kritisiert vor allem den fehlenden Biss in den Zweikämpfen und die mangelnde Laufbereitschaft im Umschaltspiel.

„Das Derby gegen VTS Iserlohn fing eigentlich vielversprechend an. Bereits nach 5 Minuten setzt sich Dominik Linek auf der linken Seite durch und hat genügend Zeit, den am zweiten Pfosten lauernden Rene Fricker mit einem einfachen Pass zu bedienen. Jedoch entscheidet Dominik Linek sich dafür, selbst aus drei bzw. vier Metern auf das Tor zu schießen und setzt den Ball neben das Gehäuse. Nach 12 Minuten flankt der völlig (indisponierte) Christo Mpampalitsias von der linken Seite und der Ball rutscht unter der Fusssohle von Rene Fricker hindurch.“, analysiert der Cheftrainer Hassenpflug das Spiel.

 Das sind schon Chancen, die unsere Gegner fast immer zu nutzen wissen,

so ein verärgerter Coach Hassenpflug.

Glück im Unglück?

Zu allem Überfluss musste Cevat Üstün verletzungsbedingt nach 36 Minuten vom Feld. Dafür kam Samet Özelick in die Partie, was sich zu einem späteren Zeitpunkt noch auszahlen sollte.
„Wir haben zu viel mit langen Bällen versucht hinter die Außenverteidiger zu kommen, was wir überhaupt nicht wollten und auch nicht unserer Spielphilosophie entspricht – das müssen wir Intern ansprechen!“, erkannte Hassenpflug. Und ergänzt: „Viel war uns nicht mehr zu sehen, kein Biss in den Zweikämpfen, zu wenig Laufbereitschaft im Umschaltspiel (nicht von allen Akteuren).“

Fehlende Derby-Stimmung

„In der Halbzeit musste man einige Spieler daran erinnern, dass hier und heute ein Derby stattfindet. Offensichtlich hatte das der eine oder andere vergessen.
Die Umstellungen haben dann auch Früchte getragen. Der für Christo Mpampalitsias auf die linke Seite gerückte Samet Özelick machte viel Dampf und erzielte den klasse Treffer zum 1-1 in der 65.Spielminute. Dominik Schäfer (der auch nicht seinen besten Tag erwischt hatte) scheiterte am VTS Keeper, weil sein Abschluss zu zentral abgeschlossen wurde. Erik Hassenpflug scheiterte ebenfalls am Keeper, der noch den Fuß an den Ball bekam. Aber auch dieser Ball hätte nur quer gelegt werden müssen, da stand der besser postierte Marius Wodaege!“, resümiert der Chef-Coach.

Sicherlich war der VfK Iserlohn optisch feldüberlegen, aber der VTS Iserlohn war über seine Konter sehr gefährlich. Letztendlich muss man die starke Leistung vom VfK-Keeper Kevin Zylka erwähnen, ohne den man wohl kaum 1 Punkt hätte mitnehmen können.

Wir müssen uns erheblich steigern, wenn wir weiter im oberen Drittel der Tabelle dabei bleiben wollen.

Was man aber mit Sicherheit sagen kann, ist dass dieses Derby sicherlich kein gutes war. Jedoch sehr fair von beiden Seiten.