Vereinschronik

Vereinschronik

Der VfK-Iserlohn kann auf eine lange und tiefgründige Historie zurückblicken und darf stolz sein, dass sich dieser einzigartige Verein mit diesen tollen Menschen generationsübergreifend so prächtig entwickelt hat.

Die mehr als 125 Jahre Vereinsgeschichte beschert dem VfK-Iserlohn eine große Tradition, wie sie kaum ein zweiter Verein in der Region vorzuweisen hat.

Einen kurzen Einblick in die wichtigsten Ereignisse bietet dir nachfolgende Grafiken.

1888 -Vereingründung

Gründung des Vereins DJK VfK Iserlohn 1888 e.V.

"Die Wurzeln gehen zurück bis in das Dreikaiserjahr 1888, einem Wendepunkt deutscher Geschichte. Der wirtschaftliche Aufschwung war in vollem Gang. Viele junge und auch ältere, die unserem Verein seitdem angehört haben, wussten und wissen, was ein gesundes Vereinsleben für den Einzelnen und die Gruppe bedeuten kann und, dass es sich lohnt, sich ehrenamtlich für eine Gemeinschaft einzusetzen.", so Joachim Münzberg.

"Sport als spielerische und gesellige Betätigung war die neue Idee des 19.Jahrhunderts. Zwar hatten die meisten Ansätze - so auch die Turnbewegung von Friedrich Ludwig Jahn - immer noch einen militärischen Hintergrund, doch dieser wurde im Alltag schnell vergessen. Hier standen, gerade bei der Jugend, die individuellen Freiheiten im Vordergrund. Dies zeigt schon alleine die Wortwahl, denn 'Sport' leitet sich vom lateinischen 'disportare' ab, was 'sich zerstreuen' heißt. Und genau darum ging es damals wie heute immer noch: Ablenkung vom grauen Alltag.

Dies war 1888 sicherlich einer der Beweggründe einiger Mitglieder des damaligen katholischen Gesellenvereins Iserlohn, als sie sich im Sinne von Turnvater Jahn entschlossen, sich in bescheidendem Umfang turnerisch zu betätigen - und eine Turnriege gründeten.Keiner von Ihnen konnte ahnen, dass nach nunmehr als 125 Jahren weiterhin noch "Leibesübungen", wenn auch in stark veränderter Form, innerhalb der von ihnen gegründeten Gemeinschaft betrieben würden."

Dieser Verein hieß zur Gründung "TuS Jugendkraft"

1920 -Namensgebung

1919 wurde erstmals eine Fußball-Elf aufgestellt, schon 1920 folgte die erste Jugendmannschaft.

"Die Fußballer gingen derweil ihre eigenen Wege unter dem Dach des katholischen Gesellenvereins. Aber schon zwei Jahre später erfolgte auf beiderseitigen Wunsch die Verschmelzung, wobei zu diesem Anlass auch die Gelegenheit genutzt wurde, dem daraus entstehenden Verein einen Namen zu geben, der sich deutlich von der örtlichen Konkurrenz abhob. Der "DJK - Verein für Körperpflege 1888 Iserlohn e.V." war geboren."

"Das besondere an der Zeit: Der Verein wurde maßgeblich von engagierten Jugendlichen, die sich als Turnwarte zur Verfügung stellten, gelenkt, da es - kriegsbedingt - an älteren Mitgliedern mangelte.

1933 - Jahre der Dunkelheit

Höhen und Tiefen gehören zum Leben, davor sind auch Vereine nicht gefeit. Auf die Jahre großer Erfolge für den VfK Iserlohn folgte eine Zeit, die als die schmerzlichste in der Vereinsgeschichte angesehen werden muss: Durch das von der nationalsozialistischen Regierung 1933 ausgesprochene Verbot und der daraus resultierenden Auflösung des DJK-Reichsverbandes war ein Jahr später auch dem VfK jede eigenständige sportliche Betätigung untersagt, sämtliches Vereinseigentum beschlagnahmt, so dass damit das gesamte Vereinsleben zum Erliegen kam.

1945 -Der Neuanfang

Getreu der Losung des Generalpräses Ludwig Wolker, die er kurz vor dem verbot im Jahre 1934 an alle DJK-Vereine richtete:

"Wir geben nicht auf, was unser Recht ist, Wir geben nicht auf, was unser Eigentum ist, Wir geben uns nicht auf!"

gingen im herbst 1945 einige Unentwegte wieder daran, den DJK VfK Iserlohn 1888 wieder zu beleben.

Die Abteilungen Fußball und Handball haben in den Jahren nach ihrer Wiederbegründung 1946 bzw. 1948 und auch hinsichtlich ihrer Leistungsstärke einen besonderen Aufschwung genommen.

Auch wenn Fußball eine der wenigen Sportarten war, deren Ligabetrieb auch während der Kriegsjahre in Deutschland einigermaßen aufrecht erhalten blieb: Einfach so weitermachen, wie vor 1933 ging nicht. Dies lag zum einen natürlich daran, dass es an geeigneten Bällen, Schuhen, Kluften und Plätzen - die Sportplätze dienten ja oftmals den Alliierten als Furhpark - mangelte. Aber auch an Spielern. So hatten von der bis 1933 so erfolgreichen VfK-Jugend nur drei (!) den Weltkrieg überlebt: Willi Beuke sen., Willi Blankemeier und Paul Menneckes.

Diesem Trio war es nun unter Führung von Paul Menneckes vorbehalten, im eben neu wieder gegründeten VfK Iserlohn die Fußball-Abteilung neu zu beleben. Der Anreiz war groß, denn schon 1946 gab es wieder eine Kreisliga in Iserlohn, doch die 88er mussten bis zu ihrem ersten Spiel noch zwei Jahre warten.

1971 -Das Jahr der A-Jugend

Die gute Jugendarbeit trug weitere Früchte. Die A-Jugend stieg 1970 in die neu gegründete Jugendbezirksliga auf und wurde 1971 in der Besetzung Manfred Andree, Peter Tröck, Jochen Zobel, Johannes Hoffmann, Jochen Aron, Rainer Klinger, Hermann Kohls, Udo Waßmuth, Werner Seewald, Dagobert Scheunemann, Jürgen Kutzner, Peter Kastrell und Jürgen Gräbner sensationell auf Anhieb Meister und holte somit den ersten überregionalen Titel überhaupt für den VfK Iserlohn.

1994 -Das neue Vereinsheim entsteht

Sportlich lief es somit rund, so dass sich nun auch anderen Baustellen gewidmet werden konnte. Schon lange war das Umkleidegebäude am Seilersee zu klein für den VfK Iserlohn geworden, die sanitären Einrichtungen zudem in die Jahre gekommen. Und es fehlte gänzlich an einem Vereinsheim. Nach langen Planungen durften dann 1994 die Bagger anrücken und nach zwei Jahren Bauzeit mit viel Eigenleistungen wurde der schmucke Neubau am 30. Oktober 1996 schließlich eingeweiht.

1996 -Das Jahr der F-Jugend

1996 war das Jahr der F-Jugend, die nicht nur ungeschlagen (!) Sieger ihrer Kreisliga-Gruppe wurde, sondern auch sechs (!) Turniere gewann. Nur die Krönung blieb leider aus, denn ausgerechnet im Endspiel um die Kreismeisterschaft musste der VfK-Nachwuchs seine einzige Niederlage hinnehmen.

2005 -Tschüss Asche, Hallo Kunstrasen

Der Platzzustand hatte sich immer weiter rapide verschlechtert, so manches Ligaspiel wurde zu einer regelrechten Wasserschlacht. Es war höchste Zeit etwas zu tun und so wurde durch Klaus Stinn erneut ein Antrag zur Sanierung des Sportplatzes Seilersee vorbereitet.

Nachdem Anja Bormann ein Konzept zur Sanierung des Sportplatzes entwickelte und der CDU-Mann Thorsten Schick eine Bestandsgarantie abgab, wurde eine Umsetzung zunehmend wahrscheinlicher und letztlich dann zugunsten des VfK-Iserlohn entschieden.