Einzelbeitrag

VfK Damen: Mut und Kampfgeist bringen ersten Punkt

VfK Iserlohn. Die Damenmannschaft des Clubs vom Seilersee besteht in Auswärtsspiel mit Mut und Kampfgeist. Ergebnis 1:1.

Nachdem die Damenmannschaft, wie auch die anderen Seniorenmannschaften, diesen Sommer neu aufgestellt wurden, konnte am heutigen Sonntag erstmals ein Punkt eingefahren werden. Das Ligapokalspiel wurde auswärts, zu Gast bei der SG Wandhofen/Holzpfosten ausgetragen.

Bei den letzten beiden Ligapokalspielen der Kickerinnen vom VfK Iserlohn (0:6 SG Stockum/Amecke/Allendorf und 8:1 in Bachum/Bergheim) konnte man nicht davon ausgehen, dass diese Truppe in naher Zukunft all die Dinge wird zeigen können, die sie heute auf den Platz brachten. Mut. Kampfgeist. Entschlossenheit. Doch genau so kann man die Einstellung der jungen Mannschaft von Trainer Detlef Beck (alias ‚Becks‘), die sie heute gezeigt haben, bezeichnen.

Herausforderung Asche 

Nicht genug, dass das Damen-Team vom Seilersee noch sehr unerfahren und kaum eingespielt ist. Auch musste man das erste Mal auf einem Ascheplatz antreten. Dies war insbesondere für die neue Torhüterin Regina Olenberg, die erst seit wenigen Wochen die neue Position bekleidet, eine große Herausforderung. Mit gutem Spielaufbau und sicherem Torwartspiel ließ sie jedoch alle negativen Stimmen verstummen. Wenn man bedenkt, wie wenig Spielpraxis die Mannschaft insgesamt erst hat, kann man ihr nur eine rosige Zukunft attestieren.

Mut und Kampfgeist auf der Ruhrtalkampfbahn

Will man das vorerst letzte Spiel vor dem Meisterschaftsbeginn analysieren, sticht besonders die Spielfreude, der Mut und Kampfgeist der VfK’ler heraus. Egal ob auf dem Platz oder auf der Bank, die Stimmung scheint hervorragend zu sein. Obgleich die ersten 15 Minuten von Unsicherheit und mangelnder Ordnung bestimmt waren, dominierten die Iserlohnerinnen die Partie von Anfang an. Sicherlich hat auch das unermüdliche Engagement von Spielführerin Svenja Ast, ihre Mannschaft zu sortieren und zu führen, einen erheblichen Anteil daran, dass die Spielerinnen der Sportgemeinschaft keinerlei Zugriff auf das Spiel bekamen. Lediglich ein gut genutzter Freistoß aus 17 Metern verhalf den Holzpfosten zur Führung in der ersten Halbzeit.

Doch diese Iserlohner Mannschaft hatte nichts mehr mit der aus der Vorwoche gemeinsam. Alle Fußballerinnen des VfK zeigten vollen Einsatz und Kampfgeist – erst recht nach dem Treffer zum 0:1 aus Iserlohner Sicht. In vielen spielerisch tollen Situation zeigten sie Präsenz und ihre Torgefährlichkeit. Wenn man ihnen eines ankreiden kann, dann maximal die Chancenverwertung. Davon gab es so einige, jedoch wurde nur eine genutzt. Durch einen herausragenden Spielzug über mehrere Stationen, den die junge Pauline Humme einleitete, gelang der Ausgleich mehr als verdient. Nadja Sperling netzte den gut abgelegten Ball souverän ein.

Spätestens nach dem Ausgleich war die Heimmannschaft fast vollständig aus dem Spiel genommen, wirkten eingeschüchtert und frustriert. Mitunter die solide Abwehrleistung der Becks-Schützlinge sorgte für eine gesunde eigene Grundsicherheit und Verzweifelung beim Gegner.

Erwähnenswert ist ebenso ein spitzenmäßiges Solo von der als Libera spielenden Conny Le. Sie eroberte den Ball fair vor dem eigenen Sechzehner und spielte gekonnt und mit sehr hohem Tempo gleich drei Gegenspielerinnen aus und schloss selbst aus 16 Metern ab. Nur knapp verfehlte sie das Gehäuse der Holzpfosten.

Resümee

Der Sieg wäre dieser tollen, aufstrebenden, jungen Mannschaft aus Iserlohn nach der großartigen Leistung verdient gewesen. Leider konnten sie sich nicht mehr selbst belohnen und es blieb beim Remis. Dennoch sind Trainer und Mannschaft mit der gezeigten Leistung, dem Mut und Kampfgeist, mehr als Zufrieden und wollen so nun auch in der Liga angreifen.