Einzelbeitrag

VfK verliert das Topspiel in den letzten vier Minuten

Iserlohn-Seilersee. Kreisliga A. Der VfK verliert das Topspiel in vier Minuten – unglücklich.

Vergangenen Sonntag lieferten sich die Sportfreunde aus Hüingsen ein packendes Spiel gegen den VfK im inceptum-Stadion am Seilersee. Die vorab bereits erwartete brisante Stimmung war ganz klar aufgekommen. Beide Mannschaften zählen in der Liga zu den Top-Mannschaften und wollen das maximale für sich herausholen.

Diesen Plan setzte das Team von Chef-Trainer Günter Hassenpflug vorbildlich um, bestimmt die erste Halbzeit klar. Nachdem bis zur 88. Minute alles nach einem sicheren Heimsieg für die VfK’ler aussieht, kam es, wie es im Fußball nunmal kommen kann. Das Spiel dreht sich und binnen vier Minuten schoss Hüingsen 3 Tore.

Ein Ergebnis, dass dem Spiel nicht gerecht wird.

Günter Hassenpflug im Interview zum Topspiel

Herr Hassenpflug, nachdem Ihre Mannschaft über weite Teile des Spiels das bessere Team war und alles nach einem souveränen Heimerfolg aussah, verlor ihr Team dennoch. Vorwurf an die Mannschaft?

„Meine Mannschaft kann und darf ich nicht den geringsten Vorwurf machen, jeder hat alles gegeben. Die Jungs haben über weite Strecken des Spiels die SF Hüingsen dominiert- einzig die Chancenverwertung war mangelhaft! Wir haben uns 4–5 hundertprozentige Torchancen erspielt, aber egal ob es Beyhan Özdemir, Erik Hassenpflug, Fatih Üstün und Christo Mpampalitsas war, bei allen haben vor dem finalen Einschuss die Nerven versagt! Mehr als die verdiente Halbzeitführung durch einen tollen Heber von der linken Seite durch Aykut Üstün in der 25 Spielminute sprang leider nicht heraus.

Fehlersuche

War sich ihre Mannschaft zu sicher?

„Sicherlich kann man so eine Mannschaft wie SF Hüingsen nicht über 90 Minuten bespielen ohne dass auch sie sich Torchancen erspielen. Aber alle Bemühungen endeten -zu meist- harmlos am Sechzehnmeterraum. Die alten Floskeln treffen im Fußball nach wie vor zu: ‚Vorne machst du sie nicht rein und dann bekommst du sie hinten‘. Hüingsen markierte das 1–1 in der 70 Spielminute (Torschütze Gries) und im Gegenzug 71 Minute haben wir dann das 2–1 erzielt durch Samet Özcelik. Das Spiel wog dann hin und her mit weiteren Chancen auf beiden Seiten. Den Sportfreunden wurde ein regulärer Treffer verweigert -der Schiedsrichter hatte auf Abseitsstellung entschieden- und dem VfK wurde ein, aus meiner Sicht, klarer Foulelfmeter an Samet Özelik verwehrt.“

Wie kann es passieren, dass ihr Team kurz vor Schluss das Zepter aus der Hand gibt und das Topspiel in vier Minuten verliert?

„Sicherlich ist ein Grund der verletzungsbedingte Wechsel von Cevat Üstün. Er musste in der 73. Minute ausgewechselt werden und diese Lücke könnten wir nicht effizient genug schließen. Cevat ist einer der Leistungsträger in der Mannschaft und wenn dann eine so wichtige Kraft weg fällt, wird es schwieriger.“

Es kam dann, wie es kommen musste. Hüingsen machte das 2–2 in der 89 Spielminute (Torschütze Weissbach). Kurz darauf folgte das 2–3 in der 2. Minute der Nachspielzeit durch den Torschützen Gries.

Reaktion

Wie haben Sie auf die unerwarteten Rückschläge reagiert?

„Wir haben dann alles -inklusive Torwart Kevin Zylka- mit nach vorne geworfen und daraus resultierte dann das 2–4 (Torschütze Weissbach). Das Ergebnis ist mehr als schmeichelhafte für Hüingsen.“

Sie klingen trotz der Niederlage dennoch zufrieden, und auch die anwesenden Fans waren einverstanden mit der Leistung ihrer Mannschaft. Sehen Sie das genauso?

„Meine Mannschaft hat viel Anerkennung bekommen auch von Seiten des Gegners. Es war ein faires Spiel von beiden Seiten und mit alles was den Fußball ausmacht auf einem absolut gutem Niveau an diesem Sonntag.“

Ausblick

Der VfK verliert das Topspiel in vier Minuten. Wie geht es nun weiter?

„Wir müssen das jetzt ganz schnell abhaken und uns auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.“, so Günter Hassenpflug.